Luisa

(c) privat

Im Sommer 2003 wurde Luisa in Bad Urach geboren, alles lief gut und wir waren glücklich neben unserem Sohn noch ein Mädchen zu haben. Nach etwas einem Jahr bekam Luisa epileptische Anfälle. In den Wochen darauf wurde eine Entwicklungsverzögerung diagnostiziert. Bis heute ist unklar, was Luisa konkret hat. Sie hat vor allem einen liebevollen und fröhlichen Charakter. Sie kann nicht verbal kommunizieren, aber es gelingt ihr sehr gut sich auf ihre Art auszudrücken. Im Alltag benötigt Luisa viel Hilfe, da ihre Feinmotorik stark eingeschränkt ist.


Seit 2015 leben wir in Bamberg. Luisa geht in die Johannesschule nach Scheßlitz, eine Waldorfschule. Dort werden Menschen wie Luisa „Seelenpflege- bedürftige Kinder“ genannt. Luisa hat einen starken und klaren Charakter. Das ist einfach großartig. Deshalb hat Luisa in ihrem Leben bereits viel gesehen, sie war auf fast allen Kontinenten. Wir sind mutig mit ihr immer mit dem Rucksack gereist. In anderen Ländern war es auch oft leichter mit einem behinderten Kind. Wir behandeln Luisa bis heute maximal „normal“. Das hat sie verdient.


Im Neuen Wohnen kann Luisa nun in eine eigene Wohnung einziehen. Sie ist so gerne mit anderen jungen Leuten zusammen und unternimmt gerne etwas. Sie liebt Musik und Tanzen und freut sich schon auf die ein oder andere Party im Neuen Wohnen. Sie ist eben eine junge Frau, die nun in ihr eigenes Leben startet.


Dabei wird sie weiterhin reisen, ihre Freizeit aktiv gestalten und sie wird uns besuchen und wir werden Luisa besuchen. So wie es Eltern und Kinder eben tun. Das ist unser größter Wunsch. Luisa glücklich zu sehen in ihrem Neuen Leben.